Flurkreuz Unterer Kreuzstein

Wiederaufstellung 3.6.2020

Im Gegensatz zum jedermann bekannten „Oberen Kreuzstein“ fristet der „Untere Kreuzstein“ heute ein wenig beachtetes Dasein. Ursprünglich stand dieses Kreuz auf einer Felsinsel im Traunfluss, die als gefährliches Schiffahrtshindernis erst 1912 gesprengt  worden ist. Ein Kreuz ist schon um 1680 auf dem Felsen nachweisbar, wahrscheinlich wurde es von Anna Polixena Lidl, deren Sohn hier 1719 verunglückt ist, erneuert. 1720 passierte hier die vermutlich folgenschwerste Schiffskatastrophe im Salzkammergut mit ca. 70 (!) Toten. Genau 300 Jahre später wurde das vom Ischler Heimatverein renovierte Kreuz wieder am Soleleitungsweg in Mitterweißenbach angebracht, wo es seit 1938 stand (der ursprüngliche Standort war der "Untere Kreuzstein", der gesprengt wurde).

Die Restaurierung führten Anna und Johannes Hederer (Bad Ischl) durch. Das Dach wurde von Fa. Kolanek bearbeitet. Behilflich beim Ab- und Aufbau waren Mitarbeiter des Städtischen Wirtschaftshofes Bad Ischl.