Jahresbericht 2026

Neujahrstreffen

23. Jänner 2026

Traditionell treffen sich die Mitglieder des Inneren Rates, ehemalige Mitglieder sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Erinnerungsschatz und ihre Angehörigen zu Beginn des neuen Jahres.

Es gibt einen Gedankenaustausch, Pläne für das kommende Jahr werden besprochen und die Gemütlichkeit darf nicht zu kurz kommen.

Obmann Kurt Eckel bezeichnete die Anwesenden als große Familie und bedankte sich bei allen für die Mitarbeit.

200 Jahre Cafè Ramsauer

Besuch des Heimatvereins 6.März 2026

Anlässlich dieses besonderen Jubiläums – das Lokal ist 200 Jahre im Besitz der gleichen Familie, wurde in den 200 Jahren nie geschlossen – besuchte eine Delegation des Ischler Heimatvereins die Besitzer, Familie Waldhör.

Als Geschenk wurde ein bisher noch nie veröffentlichtes Foto gebracht: Schauspieler Alexander Girardi beim Billardspiel im Kaffeehaus; auf dem Bild auch andere Prominente der damaligen Zeit sowie der Cafetier und Hotelier Franz Ramsauer. Das Bild wurde 1905 von Dr. Fritz Ostersetzer aufgenommen. Das Original - Glasnegativ befindet sich im Besitz des Ischler Heimatvereins – Näheres darüber wird in den nächsten „Mitteilungen“ berichtet werden.

Aufgenommen im Kaffeehaus: IHV – Obmann Mag. Kurt Eckel, Dr. Kurt Waldhör, Maria Waldhör mit dem Geschenk, Ehrenobmann Johannes Eberl und Archivar Hans Peter Ischlstöger.

Maiandachten 2026

22. Mai und 26. Mai 2026

Wie jedes Jahr feierten wir bei "unseren" Kapellen eine Maianchacht, gestaltet von Kaplan Mag. Jakob Stichlberger.

Beim Kreuzplatzaltar fanden sich die Feiernden am 22.5. ein. Die schöne Feier wurde von einem Quintett der Bürgermusik stimmungsvoll begleitet.

Bei der Kreuzkapelle am Traunkai (Foto) wurde die gehaltvolle Feier vom Vocalensemble begleitet - schön und stimmungsvoll.

Kulturfahrt 2026

13. Juni 2026

Auf den Spuren des Bauernkrieges vor 400 Jahren

1626 fand der Oberösterreichische Bauernkrieg statt, der auch das Salzkammergut beeinflusste. Der unbarmherzige bayrische Statthalter Herberstorff besaß das Schloss Orth, in Pinsdorf fand die letzte große Schlacht statt.

Dr. Michael Kurz hatte eine interessante Busreise geplant, an der rund 40 Personen teilnahmen.

Erstes Ziel war die Pfarrkirche Altmünster, wo sich das Grab des Grafen Adam von Herberstorff befindet. Dieser hatte den oö. Bauernaufstand brutal unterdrücken lassen.

Dann ging es weiter nach Pinsdorf zum Bauernhügel, einem Denkmal, das an eine der letzten Schlachten erinnert, bei der die Bauern eine vernichtende Niederlage erlitten.

Besonders interessant war die Bauernkriegsausstellung im Schlossmuseum in Linz, wo wir in zwei Gruppen geführt wurden.

Bei der Heimreise gab es noch einen "süßen Stopp" in der Pralinenwelt Wenschitz in Alhaming. 

Ehrung Franz Federspiel

Goldenes Ehrenzeichen der Republik Östzerreich für unseren "FF"

DI Architekt Franz Federspiel wurde am 23. Juni von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer das vom Bundespräsidenten verliehene

GOLDENE EHRENZEICHEN FÜR VERDIENSTE UM DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

überreicht.

Diese verdiente Ehrung nahm der Innere Rat des Ischler Heimatvereins zum Anlass, dies mit Franz Federspiel zu feiern. Man traf sich am 21. August 2026 im Hotel "Goldener Ochs" zu einem gemütlichen Zusammensein. Obmann Mag Kurt Eckel sprach sehr persönliche Worte und überreichte eine Dankesurkunde des Ischler Heimatvereins. Frau Stadträtin Marija Gavric überbrachte Glückwünsche von Frau Bürgermeisterin Ines Schiller.

Enthüllung Denkmal Dr. Josef Brenner

7. September 2026

An seinem 219. Geburtstag und 150 Jahre nach seinem Tod wurde für Dr. Josef Brenner Ritter von Felsach ein Denkmal zwischen Sparkasse und Trinbkhalle enthüllt.

Unser Historiker Dr. Michael Kurz hatte die Idee für dieses Projekt, unter Obmann Mag. Kurt Eckel konnte es dank großzügiger Spender verwirklicht werden.

Auf der Tafel am Sockel wird erwähnt, dass Brenner (7.9.1807 - 23.3.1876) "dritter Gründervater" des Kurortes war. Die beiden anderen waren Dr. Josef Götz (Denkmal Götzstraße) und Dr. Franz Wirer (Denkmal im Kurpark).

Brenner war Salinenarzt, Direktor der Kuranstalten, Mitbegründer der Sparkasse und wegen seiner vielfachen Verdienste auch Ehrenbürger von Ischl.

Die Büste wurde so wie die von Dr. Götz von Christine Perseis aus Mondsee geschaffen, den Sockel stellte Steinmetzmeister Günter Brucker her.

Zu der festlichen Enthüllung konnte Obmann Kurt Eckel zahlreiche Gäste begrüßen. Eine besondere Freude war, dass der Ur-Ur-Ur Großenkel Brenners Gideon Loudon gemeinsam mit Frau Bürgermeisterin Ines Schiller das gelungene Denkmal enthüllte.

Eine Abordnung der Goldhauben-, Kopftuch- und Schwammerlgruppe sowie ein Quintett der Bürgermusikkapelle verschönerten das Fest. Dr. Michael Kurz stellte in seiner Ansprache das Leben Benners und seine vielfachen Verdienste vor.

Genaueres über Dr. Brenner wird man demnächst in unseren "Kulturpfaden" finden.

Segnung der restaurierten Kapelle 2 auf dem Kalvarienberg

14. September 2026

Am "Tag der Kreuzerhöhung" wurde die restaurierte Kreuzwegkapelle 2 auf dem Ischler Kalvarienberg gesegnet. Obmann Mag. Kurt Eckel konnte Frau Bürgermeisterin Ines Schiller, Herrn Pfarrer Dr. Arcanjo Sitimela, Herrn em. Pfarrer Franz Peter Handlechner, Kooperator Mag. Jakob Stichlberger und fast hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Feier begrüßen.

Eckel dankte allen, die gespendet haben und dadurch erst die Restaurierung ermöglicht haben. Die Gesamtkosten betrugen rund € 53 400,- !

Er begrüßte auch die Restauratoren, die großartige Arbeit geleistet hatten:

Mag. Pia Geusau aus Wels/Puchberg - Gemälde

Anna und Johannes Hederer, Holzausstattung

Michael Kolanek, Neueindeckung der Kapelle

Familie Rainbacher, Malerarbeiten

Eckel und die anderen Redner bedankten sich bei Ehrenobmann Johannes Eberl, der die Restaurierung geleitet  und sich um Förderungen bemüht hat.

Nach der Ansprache von Frau Bürgermeisterin Ines Schiller erfolgte der feierliche Akt. Jakob Stichlberger las das Evangelium vor, Franz Peter Handlechner sprach zu einem der drei Gemälde (Eine Besonderheit auf einem Kreuzweg: "Der Selbstmord des Judas"). Schließlich segnete Pfarrer Arcanjo Sitimela die Kapelle.

Die Feier wurde von einem Quintett der Bürgermusikkapelle begleitet.

Anschließend lud das "Kalvarienbergteam" Ingrid Oberpeilsteiner und Christian Zeppetzauer zu einer Agape ein. 

Herbst - Kulturfahrt

3. Oktober 2026

Thema: „Burgen und Schlösser im Ennstal“.

Der Obmann Kurt Eckel erstellte ein abwechslungsreiches Programm und der Historiker des Ischler Heimatvereins, Dr. Michael Kurz, versorgte alle Teilnehmer mit historischen Erklärungen.

Diese Kulturfahrt schloss den Kreis zur Frühjahrsfahrt „Auf den Spuren des Bauernkrieges“. Auch bei der Fahrt zur Burg Strechau bzw. Schloß Trautenfels stand immer wieder die Geschichte der Refomrationszeit und der Gegenreformation im Vordergrund.

Erstes Ziel war die Burg Strechau, erstmals 1074 erwähnt, war zuerst eine romanische, teils gotische Wehranlage und wurde unter dem Geschlecht der Hoffmann, Führer der steirischen protestantischen Stände, in der Mitte des 16. Jahrhunderts zu einem Renaissanceschloss umgebaut

Zweites Ziel: Schloss Trautenfels, erstmals im Jahre 1261 erwähnt, wurde damals noch Burg Neuhaus genannt. Etwa 400 Jahre später (1664) kauft Graf Siegmund Friedrich von Trauttmansdorff das Schloss, lässt es umbauen, neu ausstatten und gibt ihm den Namen Trautenfels. Die Sammlung zur Kultur- und Naturgeschichte des Bezirks Liezens umfasst über 42.000 Objekte. 
Abschließend gingen viele Teilnehmer noch den Fußweg zur Gedenkstätte „Kirchenruine von Neuhaus“.  Hier errichtete 1575  der Besitzer der Burg Strechau, Ferdinand Freiherr von Grünbühel und Strechau, das evangelische Gotteshaus.

Beeindruckt, aber auch nachdenklich ging es zum Bus und der bewährte Chauffeur Forrest, von allen „Stutzi“ genannt, brachte alle bei herrlichem Herbstwetter wieder nach Hause!

Lesung Christa Gschwandtner

9. Oktober 2026

Heimatdichterin Christa Gschwandtner las im Vortragssaal der Sparkasse Salzkammergut aus ihrem Buch "Mei Geschenk an di"

Die Lesung war für den Ischler Heimatverein ein echtes Geschenk, denn Frau Gschwandtner spendete alle Einnahmen für die Restaurierung der Kreuzwegkapellen auf dem Ischler Kalvarienberg.

Die stimmungsvolle und "eiwendige Lesung" wurde von einem Harmonika - Duo begleitet. Den Abschluss bildete der Vortrag des "Ischl - Liedes", das Christa gemeinsam mit ihrem Gatten Martin sang.

Obmann Mag. Kurt Eckel bedankte sich mit einem Blumenstrauß und gab seiner Freude Ausdruck, dass so viele Zuhörer gekommen waren.