
Auf Anregung der von der Kulturhauptstadt 2024 berufenen Gestalter des Museums der Stadt Bad Ischl, Frau Dr. Herta Neiß und Herr Dr. Michael John, fuhr unsere "Arbeitsgruppe Museum" mit weiteren Interessierten aus dem Inneren Rat und Frau Bürgermeisterin Ines Schiller nach Steyr.
Im Stadt Museum Steyr konnten wir uns über die Arbeit von Dr. Neiß und Dr. John informieren, da die beiden im Vorjahr das Museum in Steyr neu gestaltet hatten. Die Führung war für uns sehr eindrucksvoll. Wir freuen uns auf die moderne Gestaltung unseres Museums für 2024.
Nach dem Mittagessen im Gasthof Mader hatten wir eine Stadtführung mit Ing. Wolfgang Hack, Schwerpunkt Anton Bruckner und Steyrer Kripperl. Die Führung endete beim Denkmal von Josef Werndl, einem der bedeutendsten Bürger dieser historisch interessanten Stadt.

Ein „Kreuz“ an der Burgfriedgrenze im Gries ist schon 1451 beurkundet. Stilmäßig ist der bestehende Bildstock schwer einzuordnen, vom späten 15. bis zum frühen 17. Jh. ist alles möglich, jedenfalls dürfte er der älteste Bildstock im Ischler Bereich sein. Bis ca. 1770 stand er ungefähr bei der Abzweigung Frauengasse, dann wurde er an die jetzige Stelle versetzt.
Der Bildstock wurde von der Firma Brucker restauriert, das Votivbild malte Hanni Ballerin nach altem Vorbild. Es stellt den Schutzpatron der Ischler Pfarre, den hl. Nikolaus dar, daneben die Burg Wildenstein. Es soll auf die einstige Grenze Markt Ischl - Herrschaft Wildenstein hinweisen. Den Sockel stellte der städtische Wirtschaftshof her, die Bepflanzung erfolgte durch die Gärtnerei der Stadt Bad Ischl.
Obwohl es regente fanden sich am 13. April am Wiesbühel rund 60 Personen ein, um die Einweihung zu feiern. Nach der Begrüßung durch Obmann Johannes Eberl sprach Frau Bürgermeisterin Ines Schiller. Zuletzt erfolgte die Segnung durch Herrn Dechant Mag. Christian Öhler. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der kleine Feier waren von der bestens gelungenen Restaurierung, dem schönen Votivbild und der liebevollen Bepflanzung begeistert.
Die Kosten für die Restaurierung betrugen rund € 5000,-, nicht mitgerechnet die Arbeiten des Wirtschaftshofes und der Stadtgrärtnerei.
Die restaurierte Kreuzwegkapelle Nr. 4 auf dem Kalvarienberg wurde ein Jahr nach Beginn der Arbeiten feierlich eingeweiht.
Durch die Restaurierung der Kapelle wurde der Originalzustand aus der Zeit um 1866 wieder hergestellt.
Die Arbeiten erfolgten im Auftrag des Ischler Heimatvereins in Zusammenarbeit mit der Pfarre St. Nikolaus und dem Bundesdenkmalamt.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund € 55 000,-
Ein Großteil der Summe wurde durch Spenden und Auflösung von Rücklagen aufgebracht.
Die Feier:
Obmann Johannes Eberl begrüßte trotz großer Hitze fast 70 Mitfeiernde. Frau Bürgermeisterin Ines Schiller freute sich in ihrer Ansprache über diese Leistung des Ischler Heimatvereins. Pfarrer Mag. Christian Öhler (Pfarre St. Nikolaus) und Pfarrer Mag. Dankfried Kirsch (ev. Kirche) gestalteten eine wunderschöne Feier. Umrahmt wurde die Feierstunde vom Bläserquintett Sepp Leithner.
Folgende Personen bzw. Firmen haben mitgewirkt:
Restaurierung der Gemälde: Pia Geusau
Restaurierung der Holzausstattung: Anna und Johannes Hederer, Janina Mic
Ausmalung innen: Johannes Duda
Malerarbeiten außen: Fertigputze Haslinger
Steinboden innen und außen: Günter Brucker, Steinmetzmeister
Dachrinne: Michael Kolanek, Dachdecker und Spengler
Beratung: Markus Stickler, BDA und Franz Federspiel, IHV

Am letzten Sonntag im September wurde österreichweit der „Tag des Denkmals“ gefeiert. Der Ischler Heimatverein beteiligte sich daran und öffnete die Pforten des „Erinnerungsschatzes“ (Archiv für Stadtgeschichte).
Mehr als hundert Personen nahmen die Gelegenheit wahr, alte Urkunden, historische Ansichten und Gemälde zu betrachten. In zwei Vitrinen gab es kostbare Erinnerungstücke zu sehen. Alles Objekte, die der Ischler Heimatverein in den letzten 10 Jahren von der Ischler Bevölkerung erhalten hat – eine fast unglaubliche Erfolgsgeschichte!
Zwanzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatten sich bemüht, einen repräsentativen Querschnitt der Sammlung zu präsentieren. Besonders fasziniert waren die Besucherinnen und Besucher vom Bild eines Goldenen Hochzeitspaares in Ischler Tracht aus dem Jahre 1944. Dieses hatte der Heimatverein erst kürzlich erhalten.
Das Archiv im Haus Esplanade 11 ist jeden Donnerstag von 9 – 12 geöffnet – jeder ist willkommen!
Gruppenbild
Von rechts: Bürgermeisterin Ines Schiller, die jüngste Mitarbeiterin im Erinnerungsschatz Sarah Pamminger, Obmann Johannes Eberl und Josef Zeppetzauer mit seinem Sohn Lukas. Der bekannte Bauunternehmer stellt dem Heimatverein die Räumlichkeiten dankenswertweise zur Verfügung.
OStR Mag. Kurt Eckel führte Mitglieder der Ortsgruppe Bad Ischl des o.ö. Seniorenundes durch den Ischler Friedhof.
Es wurden Exemplare unseres Friedhofsführers erworben, der Hinweis auf unseren digitalen Friedhofsführer, der laufend aktualisiert wird, wurde mit Interesse aufgenommen.
Auf Einladung der „Freunde und Förderer der Musikalischen Komödie Leipzig“ fuhr eine kleine Delegation des Ischler Heimatvereins nach Sachsen.
Grund der Einladung war die Eröffnung der Ausstellung „Vom Neuen Operetten-Theater zur Musikalischen Komödie“, in welcher der in Wien geborene Komponist Rudi Gfaller besonders hervorgehoben wurde.
Rudi Gfaller war eine der tragenden Säulen in der Geschichte der Leipziger Operette. Einige seiner Werke, welche er unter anderem in seinem Bad Ischler Sommerhaus komponierte, wurden in Leipzig uraufgeführt.
Nach einem Luftangriff 1943 mussten er und seine Gattin Therese Wiet Leipzig verlassen. Ihr Ischler Sommerdomizil wurde daraufhin zur ständigen Bleibe. Das Grab des berühmten Künstlerehepaares befindet sich auf dem Ischler Friedhof.
Der künstlerische Nachlass Gfallers ist im Besitz des Ischler Heimatvereins. Im Zug der Recherche zur Ausstellung entstand eine neue „Operetten-Verbindung“ zwischen Bad Ischl und Leipzig, welche wieder gepflegt und aktiviert werden soll.
Bei der Ausstellungseröffnung am 23. Oktober wurden Luzia Gamsjäger und Giuseppe Preims freundlichst begrüßt und wertgeschätzt. Die Festrede hielt die Kulturbürgermeisterin von Leipzig, Frau Dr. Skadi Jennike. Am nächsten Tag wurde der Delegation noch Leipzig gezeigt.
Frau Barbara Promberger besuchte mit ihrer 2. Klasse der Neuen Mittelschule den Erinnerungsschatz. Johanna Mayr und Johannes Eberl zeigten den Kindern ausgewählte Objekte unserer Sammlung. Es wurde auch ein Spiel "Ischler Denkmäler erkennen" gespielt und es gab einige Buchpreise zu gewinnen.
Das Team aus ehrenamtlichen Mitarbeitern im Erinnerungsschatz ist inzwischen auf zehn Personen angewachsen.
Unser Archiv, das 2023 den zehnten Geburtstag feierte, erfordert einen steten Einsatz, erhalten wir doch laufend von der Bevölkerung interessante Objekte. Auch die Nachfragen zu bestimmten Themen sind inzwischen merklich gestiegen.
Am 14.12. setzten sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (mit Ausnahme von Johanna Mayr, die erkrankt war) zu einer gemütlichen vorweihnachtlichen Jause zusammen. Jeder hatte etwas mitgebracht - zu erzählen und zu besprechen gab es genug.
Im Bild von links vorne rund um den Tisch: Brigitte Engl, Sarah Pamminger, Edi Salachow, Giuseppe Preims, Johannes Eberl, Wolfgang Eisl, Wolfgang Lechner, Isolde Holzberger, Hans Peter Ischlstöger.