Jahresbericht 2022

Neuwahl des Inneren Rates

11. März 2022

Wegen der herrschenden Corona Pandemie wurde die Neuwahl des Vorstandes (Inneren Rates) am 11. März 2022 im Freien vor der Trinkhalle durchgeführt.

Der Vorschlag des alten Vorstandes wurde einstimmig angenommen. Die Namen finden Sie unter "Heimatverein" - "Innerer Rat"

Wir danken allen, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben.

Segnung Auferstehungskapelle

27. März 2022

Am Sonntag dem 27. März konnte Heimatvereinsobmann Johannes Eberl an die 100 Festgäste bei der restaurierten Hl. Grab – Kapelle auf dem Kalvarienberg begrüßen. Die Fresken waren restauriert worden so wie auch die beiden Innenräume mit dem Grab Christi und den vier Medaillons. Bei strahlendem Wetter konnten sich alle an dem gelungenen Werk erfreuen. Die Kosten von rund € 38000,- wurden wie folgt aufgebracht: 45 % Spenden der Bevölkerung, 39 % Förderungen, 16 % blieben dem Ischler Heimatverein.

Eberl wies in seiner Ansprache besonders auf die Bedeutung vieler unserer Denkmäler für die Ischlerinnen und Ischler hin. Besonders mit dieser Kapelle verbinden sich viele Erinnerungen an die Kindheit, wie die Familien in der Karwoche das Hl. Grab besucht haben.

Herr Pfarrer Christian Öhler erklärte die religiöse Bedeutung dieses Kunstwerkes aus der Barockzeit (1765). Auf dem Dach findet sich eine Darstellung des Auferstandenen, auf den vier Medaillons sieht man biblische Darstellungen der Auferstehung. Öhler regte daher an, diese Kapelle in Zukunft „Auferstehungskapelle“ zu nennen.

Nach der Segnung wurde zu einer Agape eingeladen. Der neue „Antonius-Glücksladen“ mit liebevoll hergestellten Geschenken wurde eröffnet.

Gedenktafel für Nora Scholly

Enthüllung am 29. April 2022

Am 29. April 2022 um 11 Uhr wurde für die Künstlerin Nora Scholly (1905 - 1965) eine Gedenktafel am "Weltladen" in der Kaiser Franz Josef Straße enthüllt. An dieser Stelle hatte Scholly einst ihren Verlag. Dort verkaufte sie ihre Bilder, Bücher, Billetts ...

Am meisten Erfolg hatte sie mit dem Büchlein „Herzschlag kleiner Dinge“, das in 30.000 Exemplaren verkauft wurde und dessen Reinerlös die Künstlerin für die Erbauung der Pfandler Pfarrkirche (1958) gestiftet hatte. Von dem Erlös konnten sämtliche Ziegel für den Kirchenbau angeschafft werden.

Zur Feier waren nahezu 100 Personen gekommen, unter ihnen auch Altlandeshauptmann Dr. Josef Pühringer, unser Ehrenmitglied. Obmann Johannes Eberl, Bürgermeisterin Ines Schiller und Dechant Christian Öhler hielten Ansprachen. Begleitet wurde die Feier von einem Quintett der Salinenmusikkapelle Bad Ischl.

Zum Schluss enthüllten die Scholly-Expertin Linde Peukert und die Leiterin des Weltladens und Goldhauben-Obfrau Klara Loidl die Gedenktafel.

Diese war von Steinmetzmeister Günter Brucker gestaltet worden. Besonders gefiel die Scholly-Darstellung der Schutzmantelmadonna auf der Tafel.

Treffen "Innerer Rat"

20. Mai 2022

Bei der Wahl zum "Inneren Rat" (=Vorstand) hatten mehrere langjährige Mitglieder nicht mehr kandidiert. So wurde das Gremium verkleinert, einige Neue kamen dazu (siehe Bericht vom 11.3.). Am 20. Mai trafen sich nun aktive Mitglieder des Inneren Rates mit ehemaligen zu einem Abendessen beim Goldenen Ochsen. Es gab einen regen Gedankenaustausch in gemütlicher Atmosphäre. Es wurden so allerlei Begebenheiten aus der Vergangenheit erzählt, aktuelle Pläne wurden besprochen.

Filmvorführung

18. Juni 2022

„Die letzten Österreicher“

Filmvorstellung über die Nachfahren der Auswanderer aus dem Salzkammergut in der Westukraine und Gespräch mit Regisseur Lukas Pitscheider am 18.6. um 19 Uhr im Pfarrheim Bad Ischl

 

Der Ischler Heimatverein lud gemeinsam mit Europaabgeordneten Hannes Heide zu einer Filmvorstellung über die Nachfahren jener Waldarbeiter und ihrer Familien, die aus dem Salzkammergut in die heutige Westukraine ausgewandert sind, ins Pfarrheim Bad Ischl ein. Im Anschluss fand eine rege Diskussion mit dem Südtiroler Regisseur des Films, Lukas Pitscheider, statt.

Der Erlös von rund € 700,-kam ukrainischen Flüchtlingsfamilien im Salzkammergut zugute.

Fotos: Chris Gütl

Obmann feierte 80. Geburtstag

4. Juli 2022

Der Obmann des Ischler Heimatvereins Johannes Eberl wurde am 28. Juni 80 Jahre alt.

Am 4. Juli 2022 luden ihn die Mitglieder des Inneren Rates und des Beratungsgremiums zu einem Sektempfang in das Museum der Stadt ein.

Als Geschenk erhielt er sämtliche Mitteilungshefte seit 2007 in gebundener Form (3 Bände). In gemütlicher Runde wurde gemeinsam gefeiert. Es wurde aber nicht nur zurück geschaut, es wurde schon wieder für die Zukunft geplant.

Neue Gagarin-Gedenktafel

16. September 2022

In der Nähe der Rettenbachmühle befindet sich am Rettenbach eine historische Gedenktafel, die an das Unglück am 3. August 1868 erinnert. Beim Betrachten der Holztrift wurden Fürst Leon Gagarin und sein Sohn Fürst Wladimir von Baumstämmen erfasst und ertranken in den Fluten des Rettenbachs.

 

Der ehemalige Kurdirektor Dieter Neumann befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Schicksal der Gagarins und deren Familiengeschichte. Er reiste ihretwegen sogar nach Russland, um die Spuren der einst bedeutenden Familie zu erkunden.

Neumann trat nun mit der Bitte an den Ischler Heimatverein heran, am Ort des Unglücks eine weitere Tafel anzubringen. Er finanzierte die Tafel auch selbst. Diese präsentiert ein Gedicht Neumanns über die Trauer der Witwe des Fürsten, Anna Iwanowa Gagarina-Prichunowa.

Dank des Entgegenkommens der Österreichischen Bundesforste konnte das Vorhaben durchgeführt werden.

Am 16. September 2022 wurde die neue Gedenktafel im Rahmen einer kleinen Feier in der Nähe der historischen Tafel enthüllt.

Im Bild von links nach rechts: Heimatvereinsobmann Johannes Eberl, Bürgermeisterin Ines Schiller, Steinmetzmeister Günter Brucker, der ehemalige Kurdirektor Dieter Neumann und Wolfgang Lechner, der diverse Vorarbeiten im Bereich der Tafel durchgeführt hatte.

Exkursion Chorinsky Klause

18. September 2022

Auf Einladung des Ischler Heimatvereins fanden sich am Sonntag, dem 18. Oktober, trotz Schlechtwetters rund 20 Personen in der Chorinsky-Klause ein, um mehr über deren Bedeutung in früheren Zeiten zu erfahren.

Dr. Michael Kurz berichtete über die Geschichte des Bauwerkes, die Wichtigkeit der Klausen im Salzkammergut für das Holztriften und die Traunschifffahrt.

Man konnte zum Glück in das restaurierte ehemalige Klausen-Wartehäuschen ausweichen, wo sich die Besucher in gemütlicher Atmosphäre sehr wohl fühlten.

Johannes Hederer als Organisator begrüßte dort die Besucher und berichtete über die Restaurierungsarbeiten der Fenster. Er betonte die Wichtigkeit der fachgerechten Restaurierung nicht nur an unter Denkmalschutz stehender Baudenkmäler, um diese möglichst im Originalzustand für die nächsten Generationen zu erhalten.

Anschließend führte Martin Steyrer durch die Klause und zum Kaiser-Tisch.